
Eine Arbeit, die man durchaus selber machen kann ist:
die Einfahrt zu Ihrem Carport selber pflastern.
Vorüberlegungen: was wird gebraucht?
Es gibt Klinkersteine und Kunststeine aus Beton. Die Kunststeine sind um einiges preiswerter, die Klinkersteine sehen meistens besser aus und fühlen sich beim Gehen sogar besser an. Auch bei der Haltbarkeit liegen die Klinkersteine vorne.
Für den Unterbau des Pflasters benötigen Sie Kies in zwei Stärken.
Die untere Schicht muss mindestens 20cm, besser 30cm stark werden (je stärker, des do höher die Belastbarkeit). Hier benötigen wir einen groben Kies (Grus), der später dafür sorgt, dass Regenwasser gut absickern kann.
Darüber kommt eine Schicht aus feinerem Splitt der Körnung 2/5 (Die Steinchen sind 2 - 5 mm groß)
Was den Erwerb dieser Mateialien angeht, ist nicht gesagt, dass jeder Baumarkt das passende Sortiment bereit hält. Besser, sie schauen in Ihrem örtilchen Branchenbuch nach einem Baustoffhändler. Hier können Sie auch direkt eine Rüttelplatte ausleihen. Die benötigen Sie nämlich zum Verdichten der ersten Kiesschicht.
Weiterhin wird benötigt:
Ausgangspunkt: Die Steine, und die zwei Kiessorten wurden von dem Baustoffhändler angeliefert und befinden sich zusammen mit der Rüttelplatte auf Ihrem Grundstück.
In Schritt eins wird die Erde dort wo gepflastert werden soll abtragen. Wenn eine genügend große Tiefe für alle Schichten plus Steine erreicht ist, heißt es an den Rändern Schnüren spannen und mit der Wasserwage kontrollieren. Planen Sie hier ein, dass Sie ein Gefälle von ca. 2,5% benötigen, damit das Regenwasser kontrolliert abfließen kann.
In Schritt zwei wird die erste Kies bzw. Grus Schicht eingebracht. Wichtig ist hierbei, dass immer erstmal nur ca. 5cm Schichten aufgetragen werden. Dann kommt nach jeder Schicht die Rüttelplatte zum Einsatz.
In Schritt drei wird die oberste Kiesschicht aufgetragen und gleichmäzig exakt entlang der Schnüre planiert. Hier leisten die Metallrohre gute Dienste. Diese werden parallel zu den Schnüren im Kies eingebettet. Nun kann die Aluschine exakt über die Metallrohre geführt werden.
Soll eine größere Ffäche gepflastert werden, wird oft nicht die komplette Fläche auf einmal abgezogen sondern immer ein paar Quadratmeter pflastern, Fugen füllen, die nächste Fläche abziehen, Pflastern usw.
Das Pflaster verlegen
Damit das Pflaster hält, werden die Steine immer versetzt gelegt. Am einfachsten ist hier der Halbverbund. Die Fugenbreite beträgt normalerweise 0,3 bis 0,5cm. Für eine naturnahe Gestaltung, bei der auch erwünscht ist, dass sich in den Fugen Moos ansiedelt, können aber auch Fugen von einem Zentimeter gesetzt werden.
Die Steine werden, eine sauber abgezogene Fläche vorausgesetzt, einfach auf das Bett gesetzt.Mit einem Gummihammer wird nochmal ein wenig nachgeklopft - aber ohne Kraftaufwand. Der Stein soll plan liegen aber nicht sichtbar in das Bett einsinken. Damit die Fugen gleichmäßig werden wird regelmäßig mit der Fugenkelle kontrolliert.
Wenn ein paar Quadratmeter fertig sind, wird der Brechsand großzügig auf dem frischen Plfaster verteilt und mit einem Besen eingefegt und mit Wasser eingeschlämmt. Dann kann das frische Pflaster schon mal betreten werden. Zum Schluss wird das Pflaster noch einmal mit der Rüttelplatte verdichtet (vorher alles Fugenmaterial, das noch auf dem Pflaster war entfernen), Dann wird noch einmal verfugt.